Auf dem Weg zu einer grüneren Mobilität

Batterie oder Brennstoffzelle, also Elektroauto oder Wasserstofffahrzeug, statt Benzin oder Diesel: Wie wir uns in Zukunft möglichst umweltfreundlich fortbewegen können, ohne auf den eigenen mobilen Untersatz zu verzichten, beschäftigt nicht nur die Experten, sondern mittlerweile auch die Öffentlichkeit. Röchling Auto­motive hat sich mit seiner Produktlinie Engine & Propulsion Solutions breit aufgestellt und ist offen für Kundenanfragen aller Art.

Vor dem Durchbruch zur Massenmobilität steht derzeit eher das Elektroauto. Auch wenn die Elektromobilität ihre Vorteile erst wirklich dann ausspielen kann, wenn ausschließlich regenerativ gewonnener Strom getankt und Akkus recycelt werden können, sind viele Fachleute überzeugt: Die Ökobilanz wird sich immer weiter zugunsten des Elektromotors verschieben. Nahezu alle großen Automobilhersteller bereiten sich auf die Großserien­produktion von Elektroautos vor.

Beim Elektroauto wird der getankte Strom als Energieantrieb in einer Batterie gespeichert. „Kaum ein Markt wächst so schnell wie der der Batteriekomponenten, und wir bei Röchling Automotive wollen unseren Beitrag dazu leisten, der Elektromobilität weiteren Schub zu verleihen“, sagt Walter Kral, Director Product Area Propulsion. Röchling entwickelt daher verstärkt Komponenten und Module aus technischen Hochleistungskunststoffen für den Batteriebereich, die zu einer Gewichts- und Kosten­reduktion beitragen. Hierzu zählt alles, was um die ­Batterie selbst platziert ist, wie zum Beispiel Zellrahmen oder Zellträger. Auf besonders großes Interesse stoßen diese Entwicklungen bei den Automobilherstellern an der nordamerikanischen Westküste und in China.

An Bedeutung gewonnen hat in den vergangenen Monaten das Thema Brennstoffzellenfahrzeug. Bei diesen Fahrzeugen tankt man statt Benzin flüssigen Wasserstoff. In einer chemischen Reaktion wird der Wasserstoff in der Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt, die dann das Fahrzeug antreibt. Automobilhersteller wie Honda, Hyundai, Nissan und Toyota sowie die großen deutschen OEMs haben bereits verschiedene Initiativen im Brennstoffzellensektor ins Leben gerufen. Röchling rückt daher neben den batterieelektrischen Lösungen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge konsequent Brennstoffzellenlösungen in den Fokus seiner Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.

Doch auch wenn es mit den neuen Antriebsarten richtig schnell gehen sollte – Autos, die mit Benzin oder Diesel angetrieben werden, werden noch lange auf unseren Straßen rollen. „Für diese voraussichtlich jahrelange Übergangsphase haben wir einen elektrischen Verdichter entwickelt, der die Dynamik von Motoren bei niedrigen Drehzahlen verbessert und gleichzeitig die Leistung des Verbrennungsmotors optimiert“, berichtet Fabrizio Barillari, Head of Product Line Engine & Propulsion Solutions. Das spart Kraftstoff und reduziert CO2-Emissionen. Im Gegensatz zu Turboladern, die mit Abgas betrieben werden, reagiert der elektrische Verdichter sofort. Dies verstärkt das Motordrehmoment bei niedrigen Drehzahlen, eliminiert das Turboloch und verbessert die Beschleunigung des Fahrzeugs. Die Innovation von Röchling ermöglicht auch das Rightsizing von Verbrennungsmotoren. Ziel ist es, den elektrischen Verdichter in eine 12- oder 48-Volt-Architektur zu integrieren. „Als Systemlieferant möchten wir unseren Kunden das komplette Luftansaugsystemdesign anbieten. Wir haben bei unseren Kunden ein sehr großes Interesse an solchen Komplettlösungen festgestellt“, sagt Barillari.

Innovativ ist Röchling auch noch an anderer Stelle unterwegs, nämlich bei einem leichtgewichtigen Motorblock, der über eine Reihe neuartiger Eigenschaften verfügt. Er ist aus Aluminium und thermoplastischem Material gefertigt und eignet sich für Hybridautos, also für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und Elektroantrieb, für Steckdosenhybridfahrzeuge (Plug-in-Hybrid-Electric- Vehicles) sowie für Range-Extender-Lösungen, bei denen der Verbrennungsmotor als Batterieladevorrichtung oder Anfahrhilfe fungiert. „Da es sich bei den meisten Materialien um Thermoplaste und nicht um Metall oder Aluminium handelt, kann der komplette Multimaterial­block bis zu 35 Prozent weniger wiegen als die vergleichbare Metallvariante“, erläutert Barillari. Darüber hinaus verkürzt sich durch das verbesserte thermische Verhalten die Aufwärmphase des Motors – das spart Kraftstoff und Energie. Eine von Röchling eigens entwickelte Metall-Kunststoff-Verbindung macht die Fertigung des innovativen Motorblocks überhaupt erst möglich. Damit hat das Unternehmen bereits bei mehreren Kunden großes Interesse geweckt.

 
 

Fabrizio Barillari

Röchling Automotive, Head of Product Line

Engine & Propulsion Solutions

Phone: +39 342 642 86 54

fabrizio.barillari@roechling-automotive.it

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