MEGATREND DIGITALISIERUNG

Der Begriff Digitalisierung ist in aller Munde. 2017 war bei Röchling das Jahr der digitalen Erkundung und des Ausprobierens. Mitarbeiter wurden nach Berlin, Tel Aviv, Helsinki und ins Silicon Valley entsandt, um die Start-up-Szene kennenzulernen. Schnell wurde klar: In dieser Szene schießen neue, einmalige Ideen zu digitalen Geschäftsmodellen und Technologien wie Pilze aus dem Boden – und das in einer Geschwindigkeit, die ein Ausruhen und Abwarten nicht zulässt. Ausruhen kommt auch für Röchling nicht in Frage. Die von der digitalen Reise nach Hause kehrenden Mitarbeiter brachten relevante digitale Geschäftsideen und Arbeitsmethoden mit.

„Natürlich ist Röchling kein Start-up-Unternehmen, aber wir folgen immer öfter Start-up-Methoden, wie etwa dem Aufsetzen eines ‚Minimum Viable Product’. Damit ist ein minimal funktionsfähiges Produkt gemeint, das schnell und günstig entwickelt und durch frühes Ausprobieren auf Tauglichkeit getestet wird, getreu dem Motto: ,fail early, fail fast, fail inexpensively‘“, erläutert Vincent Mauroit, General Manager Innovation & Business Development bei Röchling Automotive.

Das Ziel der digitalen Transformation ist die Vereinfachung und Beschleunigung des menschlichen Lebens. Im Privaten sorgen beispielsweise sensorgesteuerte Seifenspender oder das über einen Onlineshop automatisierte regelmäßige Zusenden von Lieblingsprodukten – von der Hautcreme bis zum Vogelfutter – für eine solche Vereinfachung. Im Berufsleben geht es um die Optimierung ganzer Unternehmensprozesse und -abläufe. Röchling nutzt unter anderem das Potenzial des sogenannten IoT – Internet of Things. Darunter versteht man die Ausstattung von Maschinen mit Sensoren und deren systemintegrierte Kommunikation, um Ausfallzeiten zu minimieren, Kapazitäten besser zu planen und Ressourcen effizienter einzusetzen.

Auch im Engineering hat die Digitalisierung bei Röchling Automotive längst Einzug gehalten. Detaillierte Konstruktionsdaten werden in einem interaktiven PDF international versendet und über eine zentrale Datenbank gesteuert. Die Software hilft den Konstrukteuren, sich bereits im frühesten Entwicklungsstadium über ein Bauteil auszutauschen, egal wann oder wo.

Digitaler Ideenwettbewerb
Zeitlich und örtlich ungebunden war auch der digitale Austausch beim achtmonatigen unternehmensinternen Ideenwettbewerb unter dem Leitgedanken „Boost our Future“. Weltweit konnten alle Mitarbeiter von Röchling Automotive ihre Ideen zu relevanten Innovationen für das Unternehmen auf einer digitalen Plattform diskutieren, entwickeln und im besten Fall als Sieger am Ende umsetzen. Edoardo Martelli, Mitarbeiter der Produktlinie New Business Green Car von Röchling Automotive, gehört zum drittplatzierten Gewinnerteam. „Besonders gut hat mir gefallen, Ideen mit Mitarbeitern aus egal welchem Land und egal welcher Abteilung auszutauschen. Auf der Plattform stand der Wettbewerb gar nicht im Vordergrund, sondern der spielerische Gedanke, Ideen zu entwickeln – natürlich nur solche, die relevant für das Unternehmen sind. Mit analogen, lokalen Meetings hätte man eine solche Fülle an Ideen gar nicht kreieren können“, sagt der motivierte Querdenker. Ob technisch versierte Entwickler oder technisch eher unerfahrene Einkäufer – bei dem Digitalspiel mit anonymen Benutzernamen trumpften die Ideen von Mickey Mouse und Albert Einstein gleichermaßen auf.

Von der Digitalisierung 1.0 ­zur Digitalisierung 2.0
„Die Chancen, unser Unternehmen durch die Digitalisierung voranzubringen, standen nie besser als heute. Wir müssen die Möglichkeiten jetzt nutzen – und das tun wir auch“, sagt Erwin Doll, Vorstandsvorsitzender von Röchling Automo­tive. Die Weiterentwicklung von einer digitalen Produktion und Administration hin zu digitalen Produkten, Services und einem digitalen Vertrieb ist bei Röchling Automotive in­ vollem Gange. Neue Geschäftsmodelle werden entwickelt und Innovationen gefördert. Die effiziente kundenorientierte Digitalisierung steht dabei ganz klar im Mittelpunkt. „Bei Röchling Automotive ist diese Effizienz gepaart mit der Freude unserer Teams am Mitwirken. Wir binden alle Mitarbeiter in die Ideenentwicklung eng mit ein und versuchen so, unser Motto ‚Enjoy Efficiency’ zu leben und an unsere Kunden weiterzugeben“, so Doll.

 
 

Vincent Mauroit
Röchling Automotive
General Manager Innovation & Business Development
Phone: +39 0471 958-301
vincent.mauroit@roechling-automotive.it

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