Sehr geehrte Damen und Herren,

die Zukunft wartet nicht, bis wir für sie bereit sind. Unsere Aufgabe ist es, sie verantwortungsvoll zu gestalten. Das gilt gerade für ein traditionsreiches Familienunternehmen wie Röchling. Wir haben in der Vergangenheit schon häufig den Mut zum Wandel unter Beweis gestellt. Dieser Mut liegt in der Röchling-DNA und ist ein Schlüssel für unseren nachhaltigen Erfolg.

Heute, in Zeiten, in denen sich Märkte, Wettbewerber und Technologien vor dem Hintergrund der digitalen Transformation rasend schnell verändern, gilt es, mutig Entscheidungen zu treffen – ohne die Antwort vorher zu kennen, ohne Angst vor einem Scheitern. Wer Innovationen will, muss Risiken eingehen. Und wer Risiken eingeht, der kann Fehler machen. Röchling setzt hier auf ein intelligentes Risikomanagement: Welche Fehler sind kritisch und werden daher unbedingt vermieden? Welche bieten dagegen Chancen und könnten sogar gut fürs Unternehmen sein – weil sie uns helfen, zu lernen, uns weiterzuentwickeln, zu wachsen, neue Perspektiven zu gewinnen?

Eine gute Fehlerkultur ist für uns deshalb wesentlicher Teil unserer Unternehmenskultur. Wir sehen unsere Aufgabe darin, für ein Umfeld zu sorgen, in dem Wandel und Innovation gedeihen. Ein Umfeld, das von gegenseitigem Vertrauen, Respekt und Toleranz geprägt ist. In dem sich die Mitarbeiter trauen, ihre Meinung zu sagen, und in dem sie den Mut haben, kreativ zu sein – und auch mal auf die Nase zu fallen. Ein Umfeld, das diejenigen belohnt, die ungewöhnliche Ideen haben und gegen den Strom schwimmen – nicht diejenigen, die am liebsten immer weitermachen wollen wie bisher. In dem der Fokus auf den Chancen liegt, die sich bieten – und nicht auf den Risiken, was alles schiefgehen könnte. Ein Umfeld, das zu lebenslangem Lernen und steter Optimierung anspornt. Und in dem sich die Mitarbeiter sicher fühlen.

Dieses sichere Umfeld hat nichts mit der Komfortzone zu tun, in der sich jeder Mensch gerne aufhält. Komfortzonen sind geprägt von Routine und Bewährtem: Wir müssen nicht weiter nachdenken, sondern wir handeln, denken und leben ganz automatisch, unserer Prägung entsprechend. Das spart eine Menge Energie. Wenn dann jemand kommt und sagt: „Wir brechen jetzt zu neuen Ufern auf!“, sind Mut und Entschlossenheit gefragt. Denn dieses Neuland ist verbunden mit veränderten Anforderungen und der Notwendigkeit, neu zu lernen. Es gibt Menschen, die gehen mutig und mit Neugier an die Sache, andere sind verständlicherweise verunsichert.

Auch dies ist eine Aufgabe des Managements: den Mitarbeitern den Sinn und Zweck von Wandel und Veränderung zu vermitteln. Wir wollen unseren Mitarbeitern eine glaubhafte Zukunftsperspektive und Orientierung geben. Wir nutzen jede Gelegenheit, unseren Mitarbeitern zuzuhören, zu erfahren, was sie bewegt, und dabei auch den eigenen Standpunkt zu überdenken. Wir legen Wert darauf, dass auch unsere Mitarbeiter das Neue aktiv mitgestalten. Nur dann ist unser Unternehmen für die Zukunft gerüstet und nachhaltig erfolgreich.

Wir wissen, dass die digitale Transformation und das Tempo der Veränderung besondere Anforderungen stellen. Das betrifft selbstverständlich das Management genauso wie jeden einzelnen Mitarbeiter. Auch wir im Vorstand brauchen in diesen Zeiten jede Menge Mut. Um im Unternehmen den Kurs neu zu bestimmen, wenn aus unserer Sicht der Erfolg in der Veränderung liegt. Um an Bewährtem festzuhalten, auch wenn der Zeitgeist gerade das Gegenteil fordert. Um aus einem ganz anderen Blickwinkel auf die Dinge zu schauen. Eine Garantie, dass wir dann die richtige Entscheidung treffen, gibt es nicht. Aber eines ist sicher: Fehlender Mut führt dazu, dass wir Chancen verpassen und im schlimmsten Fall im Abseits landen.

Antrieb für unseren Mut ist der feste Glaube an unsere Idee und den Erfolg. Für unsere Imagebroschüre 2018/2019 haben wir Themen und Projekte zusammengestellt, die allesamt zeigen, wo überall in der Röchling-Welt Offenheit für Neues, Mut und Leidenschaft gefragt sind – bei unseren Kunden, unseren Lieferanten, unseren Partnern, bei uns als Unternehmen, bei unseren Mitarbeitern. Es braucht Mut, nicht die Vergangenheit zu verwalten, sondern die Zukunft zu gestalten. Wir sehen Röchling hier auf einem guten Weg.

Auf diesem Weg wird uns zukünftig an maßgeblicher Stelle Evelyn Thome begleiten: Im Mai 2019 hat sie die Position des Chief Financial Officer im Vorstand der Röchling-Gruppe übernommen und verantwortet Finanzen und Controlling von Röchling. Evelyn Thome arbeitet seit fast 20 Jahren hochengagiert für unser Unternehmen, zuletzt als Finanzvorstand der Röchling Automotive-Gruppe. Wir freuen uns sehr darauf, mit ihr die Röchling-Zukunft mutig und erfolgreich zu gestalten.

Bleiben Sie uns gewogen und genießen Sie eine interessante und anregende Lektüre.

Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel
Vorstandsvorsitzender

Erwin Doll
Stellvertretender Vorstandsvorsitzender

Franz Lübbers
Vorstand