Röchling-Gruppe
Unsere Mitarbeiter im Unternehmensbereich Medical 

Dem Kunden das Leben leichter machen

FRED WILL,
Leiter Projektmanagement
Röchling Medical

Der Kunde hat seinen Sitz in Belgien, die Zulieferer sind in Italien und Deutschland ansässig, die verantwortliche Vertriebsmitarbeiterin von Röchling ist bei Paris zuhause, produziert wird im Odenwald – trotz der räumlichen Ferne läuft auch in einem solchen Projekt von Röchling Medical alles wie am Schnürchen. Dafür, dass die richtige Form von Nähe entsteht, ist Projektmanager Fred Will mit seiner Mannschaft verantwortlich.

Der gelernte Kunststofftechnikingenieur leitet das Projektmanagement an den deutschen Röchling-Standorten in Brensbach in Hessen und in Neuhaus in Thüringen und verantwortet zusätzlich einige Einzel­projekte. Die „robuste Projektorganisation“, wie der 52-Jährige sie nennt, ist bei Röchling Medical in Grundzügen immer die gleiche: Ein Hauptprojekt­leiter hält die Fäden in der Hand, mehrere Teilprojektleiter sind ganz nah an den einzelnen Themen dran, wie etwa Qualität, Werkzeugbau, Prozesstechnologie, Verpackung oder Logistik. Für Will steht fest: Die Projektorganisation ist der Schlüssel zum Erfolg.

Röchling übernimmt Koordination
Röchling Medical ist international an vier Standorten vertreten – zwei in Deutschland, einem in Rochester/USA und einem in Suzhou/China. Von ihnen erwarten die Kunden, dass Budget, Qualität und Termine eingehalten werden. „Das ist selbstverständlich. Darüber hinaus möchten sie mit möglichst wenig Koordinationsarbeit behelligt werden“, sagt Will. „Unsere wesentliche Aufgabe ist ganz einfach: Wir machen dem Kunden das Leben leichter.“

In der Pharma- und Medizinbranche vergehen vom ersten Vertriebskontakt bis zum Produktionsbeginn in der Regel drei bis fünf Jahre. Zu Projektbeginn werden alle Mitarbeiter „eingebucht“, die auf Seiten von Röchling in ein Projekt involviert sein werden. Sie alle haben von diesem Zeitpunkt an einen geregelten Zugriff auf eine zentrale Ablage, über die der Austausch und die Archivierung von Daten erfolgen. Eine Gesamtübersicht über alle Projekte bietet die Projektliste, die einmal wöchentlich akribisch aktualisiert wird. Eine Art Ampelsystem signalisiert, auf welchem Eskalationslevel sich ein Projekt befindet, eine Prozentzahl, welchen Fortschritt es erreicht hat.

Unterschiedliche Fachbereiche im Team vertreten
Zu einem Projektteam gehören bis zu 20 Experten, die unterschiedliche Fachbereiche vertreten. Schon frühzeitig sollen Fragen wie etwa der Herstellung, der Qualität und der Verpackung umfassend berücksichtigt werden. Ganz wesentlich ist die Risikobetrachtung, denn die spielt im Bereich Pharma und Medizin eine überragende Rolle: Ein Patientenrisiko muss zu jedem Zeitpunkt ausgeschlossen werden, die Hygieneanfor­derungen sind meistens extrem hoch.

Zur Standardkommunikation gehören ein zweiwöchentliches Statusmeeting aller Teilprojektleiter mit dem Projektleiter sowie ein ebenfalls alle 14 Tage stattfindendes Meeting des Projektleiters mit den Kunden. In der Regel handelt es sich dabei um Online-Konferenzen. Mitmachen ist Pflicht, denn alle sollen auf dem gleichen Wissensstand sein. Einmal im Monat trifft die Projektleitung den Kunden vor Ort, um ausgewählte Themen zu besprechen, zweimal pro Jahr kommt in aller Regel der Lenkungsausschuss zusammen. Ihm gehören Entscheider des Kunden und der Lieferanten sowie das Management von Röchling Medical an. Der Austausch ist anspruchsvoll, die Diskussionen bewegen sich auf einem hohen fachlichen Niveau.

Bei der Frage nach dem Profil seiner Mitarbeiter zögert Will dann auch nicht lange: „Wir haben es mit großen Kunden sowie mit sehr kompetenten Zulieferern und Entwicklungspartnern zu tun. Unsere Mitarbeiter müssen in der Lage sein, mit ihnen jeweils auf Augenhöhe zu kom­munizieren.“ Dazu gehören ein entsprechendes fachliches Know-how, sehr gute englische Sprachkenntnisse, ein sicheres Auftreten und eine hohe Kommunikationsbereitschaft.

„Wir haben viele junge Leute, die genau das können – offen und schnell kommunizieren, systematisch arbeiten. Das Team hat sich gigantisch entwickelt“, lobt Will seine Mannschaft. Gleichzeitig baue Röchling auf das Know-how der erfahrenen Kollegen und stelle sicher, dass es nicht verloren gehe. Mit unterschiedlichen Maßnahmen wie Inhouse-Schulungen, Fachseminaren und Sprachkursen sorgt Röchling dafür, dass die Mitarbeiter auf dem neuesten Stand sind und sich weiter­ent­wickeln – wichtige Voraussetzungen, um immer dranzubleiben.